Umfangreiche Literaturdatenbank zum mobilen Lernen

Die London Mobile Learning Group (LMLG; www.londonmobilelearning.net) stellt auf ihrer Website eine umfangreiche Datenbank mit Literatur zum mobilen Lernen frei zur Verfügung. Die Datenbank ist Ergänzung zum Buch “Mobile Learning: Structures, Agency, Practices” (Norbert Pachler, Ben Bachmair and John Cook, mit Beiträgen von Gunther Kress, Judith Seipold, Elisabetta Adami and Klaus Rummler. Springer, 2010. ISBN: 978-1-4419-0584-0) und beinhaltet Referenzen auch zu angrenzenden Disziplinen und Themenbereichen.

“The literature database of the London Mobile Learning Group (LMLG) contains a vast range of references with a wider relevance to mobile learning. Besides the almost 400 references that were cited in the book ‘Mobile Learning: Structures, Agency, Practices’ (Springer, 2010) this resource contains approximately 1400 additional references.”

Die Datenbank kann aufgerufen werden unter: http://www.londonmobilelearning.net/aigaion2/

Dossier “Handy im Schulfeld”: Vorschläge und Materialien für Eltern und Lehrer

Rolf Deubelbeiss und Peter Holzwarth, Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Zürich, haben im Rahmen der Reihe “Medien im Kontext” eine 19-seitige Broschüre gestaltet, die Lehrern und Eltern einen schnellen Überblick über den Umgang mit dem Handy in der Unterrichtspraxis geben möchte und über die Relevanz des Handys im Alltag von Kindern und Jugendlichen informiert.

“In der modernen Mediengesellschaft sollte das Handy mit seinen Chancen und Risiken auch in der Schule zum Thema gemacht werden. Eltern und Erziehungsberechtigte können dies oft nicht in adäquater und systematischer Form leisten. Das Dossier «Handy im Schulfeld» enthält Vorschläge für den Unterricht und weist auf verschiedene Materialien und Hintergrundinformationen zum Thema Handy in der Schule hin: praxisbezogene Literatur, Handreichungen, Hintergrundliteratur und Links.”

Das Dossier umfasst die folgenden Bereiche

  • Sieben Aspekte zum Handy, die Sie als Erziehende kennen müssen
  • Unterrichten und Lernen mit dem Handy – Lernen über das Handy; Warum sollte das Handy zum Thema gemacht werden?
  • Chancen und Risiken der Handynutzung
  • Wie komme ich mit Kindern und Jugendlichen zu Handyregeln? Beispiele aus der Praxis
  • Handy als Lern- und Arbeitswerkzeug
  • Literatur und Links

und steht als kostenloser Download unter www.medienbildung.ch/webautor-data/61/dossier_handy_10-2.pdf zur Verfügung.

Handynutzung in Schule und Alltag: Vom Verbot über Aufklärung hin zu kritischer Medienbildung

Verschuldung, Bullying, Happy Slapping, Pornografie und Verletzung von Persönlichkeitsrechten – diese Schlagwörter haben lange Zeit den öffentlichen Diskurs zur Handynutzung in der Schule dominiert. In Folge wurden Handys und andere tragbare digitale Medien aus den Klassenzimmern und vom Schulgelände verbannt, teils gesetzlich verankert. Statt Verboten hat sich eine andere Herangehensweise an diese kritisch zu betrachtenden Phänomene der aktuellen (individualisierten) Massenkommunikation innerhalb der Schule etabliert: die kritische Reflexion des mobilen Medienhandelns. So entstanden in einigen Schulen Arbeitsgruppen, in denen Schülerinnen und Schüler sich hinterfragend mit den Themen auseinandersetzen, die ihnen in ihrem Schulalltag begegnen und die sie durchaus als belastend einschätzen. In diesem Rahmen entstanden Videos und Fotostorys, die Bullying oder Happy Slapping thematisieren und sich mit den sozialen Hintergründen und Konsequenzen diskursiv auseinandersetzen. Neben den AGs, an denen sich die Schülerinnen und Schüler beteiligen, stellen Lehrer Lernmaterialien zur Verfügung, die das Handy als Thema behandeln – im Kunstunterricht, in Sozialkunde, in Mathematik u.v.a. Schulfächern. Die Berechnung von linearen Funktionen am Beispiel von Handytarifen oder die wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe der Geräteherstellung in Entwicklungsländern sind dabei Lerneinheiten, die den Alltag der Schüler mit den Anforderungen des Curriculums in Verbindung bringen. Materialien und Unterrichtskonzepte finden sich beispielsweise auf www.lehrer-online.de. Außerhalb der Schule entstanden Angebote, die im Bereich des Jugendmedienschutzes angesiedelt sind und das Ziel haben, Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer über die Gefahren und Risiken der Handynutzung aufzuklären und ihnen nützliche Tipps zum Umgang mit den neuen Technologien geben. Dazu gehören beispielsweise die Seiten www.handysektor.de, www.klicksafe.de, www.handywissen.at und www.internet-abc.ch für Deutschland, Österreich und die Schweiz. In Großbritannien stellen www.phonebrain.org.uk, www.outofyourhands.com oder www.bullying.co.uk Informationen für Handynutzer bereit.

Redaktionell bearbeitete m-learning Projektliste der International Association for Mobile Learning (IAMLearn)

Die International Association for Mobile Learning (IAMLearn) macht unter mlearning.noe-kaleidoscope.org/projects eine umfangreiche Liste von m-learning Projekten verfügbar. Neben einer kurzen Beschreibung finden sich zu jedem Projekt auch Informationen zu Projektleitern, Partnern, Projektwebsite und Kontaktmöglichkeiten.

Mobile Learning for Development – knowledge base

Unter www.ml4d.org ist eine Datenbank verfügbar, die Projekte mit dem Schwerpunkt Design mobiler Applikationen verfügbar macht. Niall Winters und Yishay Mor vom London Knowledge Lab, Institute of Education, University of London sind die Köpfe hinter dem Projekt, das neben einer Praxisausrichtung auch die theoretische Reflexion des mobilen Lernens durch eine internationale Workshopreihe verfolgt.

“The ML4D initiative aims to engender a design-level discussion among practitioners in the field, in order to inform them of the challenges and potential solutions, and to facilitate rapid spread of critical design knowledge.”

Aktuell umfasst die noch relative junge Datenbank die Einträge in den Kategorien

  • design narratives,
  • design patterns,
  • design scenarios,
  • links,
  • readings und
  • tools.

MoLeaP – Die mobile learning Projektdatenbank


MoLeaP – Die mobile learning Projektdatenbank (www.moleap.net) ist eine öffentliche und kostenlose online-Datenbank. Sie richtet sich an LehrerInnen, ForscherInnen und alle, die im Bereich der (Medien)Pädagogik, (Medien)Didaktik und Erziehungswissenschaft tätig sind und sich für Lehren und Lernen mit mobilen Medien interessieren. Das Konzept hinter MoLeaP baut auf die Forschung der London Mobile Learning Group (LMLG) auf.

MoLeaP

Projekte zum mobilen Lernen learning in unterschiedlichen Kontexten verfügbar machen

Die Forschung zu mobilen Lernen steht eng mit der Realisierung von mobile learning Projekten in unteschiedlichen Kontexten, vor allem in Schule und Alltag, in Zusammenahng (sh. bspw. Kukulska-Hulme et al., 2009). Die Projekte unterscheiden sich u.a. hinsichtlich ihrer unterschiedlichen didaktischen Ansätze, der Lernorte und der Vielzahl von verwendeten Technologien (sh. bspw. Faux et al., 2006). Sie behandeln mobile Technologien und ihre Nutzung im Alltag als Thema, oder sie greifen auf mobile Geräte zum Lehren und Lernen zurück (sh. bspw. Seipold, 2008). Da mit zunehmender Auseinandersetzung mit dem Thema Lernen mit mobilen Medien auch die Anzahl der m-learning Projekte zunimmt, ist MoLeaP als Ressource und Werkzeug für Leute konzipiert, die sich professionell im Bereich der (Medien)Pädagogik, (Medien)Didaktik und Erziehungswissenschaft bewegen und sich für das Thema mobiles Lernen in Theorie und Praxis interessieren, und die ihre Erfahrungen und Projekte mit anderen teilen oder von bereits realisierten Projekten lernen möchten. Mit der Datenbank möchten wir die Möglichkeit eröffnen, systematisch auf m-learning-Praxis zuzugreifen, mit dem Ziel,

  • Erfahrungen, die bei Konzeption und Durchführung von mobile learning Projekten gemacht wurden, ebenso wie die Praxis selbst nachhaltig verfügbar zu machen,
  • die systematische Erfassung der mobile learning Praxis zu unterstützen,
  • Synergien zu ermöglichen,
  • zur Nachhaltigkeit von Innovationen in Lehre, Lernen und Forschung beizutragen und
  • die Replizierbarkeit von mobile learning Projekten zu ermöglichen

Die Macher von MoLeaP hoffen, dass das Potential für den erziehungwissenschafltichen und (medien)pädagogischen Austausch und Wissensaustausch, der innovative Gebrauch von Mobiltechnologien in Lehr-Lern-Kontexten ebenso wie die Unterstützung der Lerner in ihren technologie-bezogenen kulturellen Praktiken (sh. bspw. Pachler et al., 2009) ein Anreiz zur Nutzung von MoLeaP ist.

Mitmachen!

Als Nutzer: Nutzer (users) nutzen die Website und Datenbank, indem sie beispielsweise auf die Suchfunktion zugreifen. Nutzer müssen nicht registriert sein, um die Angebote von MoLeaP zu nutzen.

Als Contributor: Contributors (Mitwirkende) sind Nutzer, die Projekte, Applikationen oder Ressourcen in die Datenbank eintragen. Sobald sich Nutzer registrieren, wird sie zu Contributors und können die Datenbank in ihrem vollen Funktionsumfang nutzen.

Als Partner: Als Partner gehen Sie eine strategische Partnerschaft mit MoLeaP ein, indem Sie beispielsweise Vertriebskanäle verfügbar machen. Als Partner stellen Sie auch Ihr Logo zur Anzeige auf der MoLeaP Website zur Verfügung. Im Gegenzug sind Partner dazu angehalten, das MoLeaP Logo und einige Basisinformationen über das Projekt auf ihrer Website und über andere Vertriebskanäle zu verbreiten.

“And don’t forget to bring your mobile”

“MoLeaP – Die mobile learning Projektdatenbank” ist Teil des Projekts “And don’t forget to bring your mobile” – Informing educational target groups about mobile learning opportunities (Projekthalter: Judith Seipold), das von 2008-2010 durch das Centre for Excellence in Work-Based Learning for Education Professionals (WLE Centre) am Institute of Education (IoE), University of London finanziert wird. “MoLeaP – Die mobile learning Projektdatenbank” steht außerdem in Verbindung mit der wissenschaftlichen Arbeit der London Mobile Learning Group (LMLG) und ist Teil ihres Webauftritts (www.londonmobilelearning.net).

Literatur:

Faux, F., McFarlane, A., Roche, N., & Facer, K. (2006). Handhelds: Learning with handheld technologies: Futurelab Handbook. Bristol: Futurelab.

Kukulska-Hulme, A., Sharples, M., Milrad, M., Arnedillo-Sánchez, I., & Vavoula, G. (2009). Innovation in Mobile Learning: a European Perspective. International Journal of Mobile and Blended Learning, 1(1), 13-35.

Pachler, N., Bachmair, B., & Cook, J. (2009). Mobile learning: structures, agency, practices. New York: Springer.

Seipold, J. (2008). Mobile phones in school: Selected m-learning projects from Great Britain and the German speaking countries. In T. Hug (Ed.), Media, Knowledge & Education. Exploring new Spaces, Relations and Dynamics in Digital Media Ecologies. Innsbruck: Innsbruck University Press – iup.

3rd WLE Mobile Learning Symposium: Mobile Learning Cultures across Education, Work and Leisure

On March 27, 2009 the 3rd WLE Mobile Learning Symposium took place at the WLE Centre, IoE, London. I was – together with Norbert Pachler, Agnes Kukulska-Hulme and Giasemi Vavoula – organiser of this event.

We produced a lot of output such as the book of abstracts, slides and, as far as available, video recordings of the presentations which can be accessed via the old conference website.

I took the opportunity and presented MoLeaP (for the first time), as well as a methodology of researching mobile learning. Latter was developed for and applied to the analysis of mobile learning projects to make use of them for the development of the socio-cultural ecology of mobile learning (see e.g. Pachler, Bachmair & Cook 2010).

 

Towards a methodology of researching mobile learning

Slides
Towards a methodology of researching mobile learning
Video
Towards a methodology of researching mobile learning

 

Mo-LeaP – The mobile learning projects database

Slides
Mo-LeaP – The mobile learning projects database
Poster

 

Video

Mo-LeaP – The mobile learning projects database

Mobile phones in school. Selected m-learning projects from Great Britain and the German speaking countries.

The publication “Mobile phones in school. Selected m-learning projects from Great Britain and the German speaking countries” was published in the proceedings of the conference “Internationale Tagung Medien – Wissen – Bildung: Explorationen neuer Räume, Relationen und Dynamiken in digitalisierten Medienökologien” that took place at Innsbruck University from June 25 to 26, 2007. It is my first article about mobile learning, and it gives a short overview over how mobile learning can look like and by using which tools a systematic approach to the analysis of mobile learning practice can be realised.

The text is availble online via the URL given below.

 

Seipold, Judith (2008): Mobile phones in school. Selected m-learning projects from Great Britain and the German speaking countries. In: Hug, Theo (Hrsg.): Media, Knowledge & Education. Exploring new Spaces, Relations and Dynamics in Digital Media Ecologies. Innsbruck: innsbruck university press, S. 266-281. Online.

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