Einfache Vorlage zur Planung von Mobilem Lernen im Primarschulunterricht

Sie möchten Mobiles Lernen in der Grundschule umsetzen, haben aber keine genaue Idee, wie Sie es angehen sollen? Da könnten wir vielleicht helfen …

In den vergangenen Wochen haben Barbara Zuliani und ich unter Mitarbeit von Christoph Pimmer eine Vorlage erarbeitet, die Primarschullehrenden helfen soll, M-Learning in Unterrichtskontexten zu realisieren. Die Vorlage gibt es in zwei Formaten:

  1. Minimalist:
    Einseitige Vorlage als pdf-Datei mit Formularfelder zum Ausdrucken oder digital Ausfüllen [download].
  2. Extended:
    Umfangreiches pdf-Dokument mit Cover, Inhaltsverzeichnis, Vorlage, Kurzevaluierung und Praxisbeispiel zur Veranschaulichung [download].

Die Vorlage ist unter “CC Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)” lizensiert. Die Weiterverbreitung ist also unter Einhaltung der Copyrightbedingungen gerne gestattet.

In der Praxis hat sich die Vorlage bislang gut bewährt. Wer uns – @bzuliani und @judithsei – Kommentare und Überarbeitungsvorschläge auf Grundlage eigener Erfahrungen zukommen lassen möchte, kann das gerne und für den Moment am besten via Twitter als PN oder unter dem hashtag #MLearningTemplate tun.

Eine englische Version der Vorlage “Minimalist” ist nun in einer revidierten Fassung verfügbar.

Out now: MoLeaP – Die Mobile Learning Projektdatenbank. Eine OER zur Archivierung und Verbreitung von Mobile-Learning-Projekten und -Szenarien.

Gestern erschienen ist der Herausgeberband “Medien – Wissen – Bildung. Freie Bildungsmedien und Digitale Archive” als Tagungsband der gleichnamigen Veranstaltung, die als Herbsttagung der DGfE Sektion Medienpädagogik im Jahr 2013 an der Universität Innsbruck stattfand. In diesem Buch findet sich ein Beitrag von mir und Klaus Rummler zu MoLeaP – Die Mobile Learning Projektdatenbank. Buch und Text sind online kostenlos verfügbar.

Zusammenfassung:
Mitglieder der London Mobile Learning Group (LMLG; www.londonmobilelearning.net) hatten zum Ziel, Verteilungs- und Verbreitungsmechanismen zu etablieren, mithilfe derer über eine Website und eine angeschlossene Datenbank Ressourcen, Informationen und Leitfäden zu Projekten im Bereich des Mobilen Lernens zur Verfügung gestellt werden. “MoLeaP – Die Mobile Learning Projektdatenbank” (www.moleap.net) ist solch ein Mechanismus, der mit Struktur, Aufbau und Inhalten bestimmte Zielgruppen aus dem (Aus- und Weiter-)Bildungsbereich erreichen möchte. Als theoretischer und methodologischer Rahmen liegt MoLeaP die Soziokulturelle Ökologie Mobilen Lernens zugrunde, die von Mitgliedern der LMLG entwickelt wurde. In ihr werden Handlungskompetenzen, Strukturen und kulturelle Praktiken der LernerInnen berücksichtigt. Gleichzeitig bietet sie Kategorien für die formelle Beschreibung und die Analyse von Mobile Learning-Projekten.

Seipold, Judith; Rummler, Klaus (2014): MoLeaP – Die Mobile Learning Projektdatenbank. Eine OER zur Archivierung und Verbreitung von Mobile-Learning-Projekten und -Szenarien. In: Missomelius, Petra; Sützl, Wolfgang; Hug, Theo; Grell, Petra; Kammerl, Rudolf (Hrsg.): Medien – Wissen – Bildung. Freie Bildungsmedien und Digitale Archive. Innsbruck: innsbruck university press , S. 173-188.

Vorlage für die Planung von Mobile Learning-Szenarien

Auf dem Workshop “M-Learning von A-Z“, der unter meiner Leitung am 21. und 22. März 2014 bei der Education Group in Linz stattfand und an dem ca. 15 Lehrerinnen und Lehrer aus Österreich teilnahmen, haben wir einen Großteil der Zeit mit der Planung von Mobile Learning-Szenarien verbracht. Eine der zentralen Fragen der Teilnehmer*innen war natürlich, wie man Mobiles Lernen konzipiert und umsetzt. Die Teilnehmer*innen hatten teils profunde Vorkenntnisse, teils kamen sie als Neulinge zum Workshop.

Um nun mehrere Schularten, Schulstufen und Fächerausrichtungen zu bedienen, bedarf es einer Planungsvorlage, die allgemein gehalten ist und einfachen Zugang zu der Nutzung von Mobiltechnologien erlaubt. Sie kann also nicht auf die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmer dieser gemischten Gruppe zugeschnitten sein. Entsprechend habe ich das folgende Grundmuster als Anregung zur Planung von Szenarien zur Verfügung gestellt:

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MoLeaP Poster auf der DGfE Medien-Tagung in Innsbruck

Klaus Rummler und ich haben für die Frühjahrstagung der DGfE Sektion Medienpädagogik (Medien – Wissen – Bildung: Freie Bildungsmedien und Digitale Archive), die am 11. und 12. April 2013 in Innsbruck stattfand, ein Poster zur MoLeaP – Mobile Learning Projektdatenbank eingereicht. Das Abstract dazu ist weiter unten sowie im Programmheft der Tagung einsehbar, das Poster kann ebenfalls am Ende dieses Posts sowie über die MoLeaP-Website aufgerufen werden.

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Designing Mobile Learning in School Contexts – Considerations and Examples for Practice

Today I uploaded the following text that I have written a couple of weeks ago already to our LMLG website (www.londonmobilelearning.net). The short piece is a result of my recent work on mobile learning. The pdf-file can be accessed here or as text-version below.

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Umfangreiche Literaturdatenbank zum mobilen Lernen

Die London Mobile Learning Group (LMLG; www.londonmobilelearning.net) stellt auf ihrer Website eine umfangreiche Datenbank mit Literatur zum mobilen Lernen frei zur Verfügung. Die Datenbank ist Ergänzung zum Buch “Mobile Learning: Structures, Agency, Practices” (Norbert Pachler, Ben Bachmair and John Cook, mit Beiträgen von Gunther Kress, Judith Seipold, Elisabetta Adami and Klaus Rummler. Springer, 2010. ISBN: 978-1-4419-0584-0) und beinhaltet Referenzen auch zu angrenzenden Disziplinen und Themenbereichen.

“The literature database of the London Mobile Learning Group (LMLG) contains a vast range of references with a wider relevance to mobile learning. Besides the almost 400 references that were cited in the book ‘Mobile Learning: Structures, Agency, Practices’ (Springer, 2010) this resource contains approximately 1400 additional references.”

Die Datenbank kann aufgerufen werden unter: http://www.londonmobilelearning.net/aigaion2/

Redaktionell bearbeitete m-learning Projektliste der International Association for Mobile Learning (IAMLearn)

Die International Association for Mobile Learning (IAMLearn) macht unter mlearning.noe-kaleidoscope.org/projects eine umfangreiche Liste von m-learning Projekten verfügbar. Neben einer kurzen Beschreibung finden sich zu jedem Projekt auch Informationen zu Projektleitern, Partnern, Projektwebsite und Kontaktmöglichkeiten.

Mobile Learning for Development – knowledge base

Unter www.ml4d.org ist eine Datenbank verfügbar, die Projekte mit dem Schwerpunkt Design mobiler Applikationen verfügbar macht. Niall Winters und Yishay Mor vom London Knowledge Lab, Institute of Education, University of London sind die Köpfe hinter dem Projekt, das neben einer Praxisausrichtung auch die theoretische Reflexion des mobilen Lernens durch eine internationale Workshopreihe verfolgt.

“The ML4D initiative aims to engender a design-level discussion among practitioners in the field, in order to inform them of the challenges and potential solutions, and to facilitate rapid spread of critical design knowledge.”

Aktuell umfasst die noch relative junge Datenbank die Einträge in den Kategorien

  • design narratives,
  • design patterns,
  • design scenarios,
  • links,
  • readings und
  • tools.

MoLeaP – Die mobile learning Projektdatenbank


MoLeaP – Die mobile learning Projektdatenbank (www.moleap.net) ist eine öffentliche und kostenlose online-Datenbank. Sie richtet sich an LehrerInnen, ForscherInnen und alle, die im Bereich der (Medien)Pädagogik, (Medien)Didaktik und Erziehungswissenschaft tätig sind und sich für Lehren und Lernen mit mobilen Medien interessieren. Das Konzept hinter MoLeaP baut auf die Forschung der London Mobile Learning Group (LMLG) auf.

MoLeaP

Projekte zum mobilen Lernen learning in unterschiedlichen Kontexten verfügbar machen

Die Forschung zu mobilen Lernen steht eng mit der Realisierung von mobile learning Projekten in unteschiedlichen Kontexten, vor allem in Schule und Alltag, in Zusammenahng (sh. bspw. Kukulska-Hulme et al., 2009). Die Projekte unterscheiden sich u.a. hinsichtlich ihrer unterschiedlichen didaktischen Ansätze, der Lernorte und der Vielzahl von verwendeten Technologien (sh. bspw. Faux et al., 2006). Sie behandeln mobile Technologien und ihre Nutzung im Alltag als Thema, oder sie greifen auf mobile Geräte zum Lehren und Lernen zurück (sh. bspw. Seipold, 2008). Da mit zunehmender Auseinandersetzung mit dem Thema Lernen mit mobilen Medien auch die Anzahl der m-learning Projekte zunimmt, ist MoLeaP als Ressource und Werkzeug für Leute konzipiert, die sich professionell im Bereich der (Medien)Pädagogik, (Medien)Didaktik und Erziehungswissenschaft bewegen und sich für das Thema mobiles Lernen in Theorie und Praxis interessieren, und die ihre Erfahrungen und Projekte mit anderen teilen oder von bereits realisierten Projekten lernen möchten. Mit der Datenbank möchten wir die Möglichkeit eröffnen, systematisch auf m-learning-Praxis zuzugreifen, mit dem Ziel,

  • Erfahrungen, die bei Konzeption und Durchführung von mobile learning Projekten gemacht wurden, ebenso wie die Praxis selbst nachhaltig verfügbar zu machen,
  • die systematische Erfassung der mobile learning Praxis zu unterstützen,
  • Synergien zu ermöglichen,
  • zur Nachhaltigkeit von Innovationen in Lehre, Lernen und Forschung beizutragen und
  • die Replizierbarkeit von mobile learning Projekten zu ermöglichen

Die Macher von MoLeaP hoffen, dass das Potential für den erziehungwissenschafltichen und (medien)pädagogischen Austausch und Wissensaustausch, der innovative Gebrauch von Mobiltechnologien in Lehr-Lern-Kontexten ebenso wie die Unterstützung der Lerner in ihren technologie-bezogenen kulturellen Praktiken (sh. bspw. Pachler et al., 2009) ein Anreiz zur Nutzung von MoLeaP ist.

Mitmachen!

Als Nutzer: Nutzer (users) nutzen die Website und Datenbank, indem sie beispielsweise auf die Suchfunktion zugreifen. Nutzer müssen nicht registriert sein, um die Angebote von MoLeaP zu nutzen.

Als Contributor: Contributors (Mitwirkende) sind Nutzer, die Projekte, Applikationen oder Ressourcen in die Datenbank eintragen. Sobald sich Nutzer registrieren, wird sie zu Contributors und können die Datenbank in ihrem vollen Funktionsumfang nutzen.

Als Partner: Als Partner gehen Sie eine strategische Partnerschaft mit MoLeaP ein, indem Sie beispielsweise Vertriebskanäle verfügbar machen. Als Partner stellen Sie auch Ihr Logo zur Anzeige auf der MoLeaP Website zur Verfügung. Im Gegenzug sind Partner dazu angehalten, das MoLeaP Logo und einige Basisinformationen über das Projekt auf ihrer Website und über andere Vertriebskanäle zu verbreiten.

“And don’t forget to bring your mobile”

“MoLeaP – Die mobile learning Projektdatenbank” ist Teil des Projekts “And don’t forget to bring your mobile” – Informing educational target groups about mobile learning opportunities (Projekthalter: Judith Seipold), das von 2008-2010 durch das Centre for Excellence in Work-Based Learning for Education Professionals (WLE Centre) am Institute of Education (IoE), University of London finanziert wird. “MoLeaP – Die mobile learning Projektdatenbank” steht außerdem in Verbindung mit der wissenschaftlichen Arbeit der London Mobile Learning Group (LMLG) und ist Teil ihres Webauftritts (www.londonmobilelearning.net).

Literatur:

Faux, F., McFarlane, A., Roche, N., & Facer, K. (2006). Handhelds: Learning with handheld technologies: Futurelab Handbook. Bristol: Futurelab.

Kukulska-Hulme, A., Sharples, M., Milrad, M., Arnedillo-Sánchez, I., & Vavoula, G. (2009). Innovation in Mobile Learning: a European Perspective. International Journal of Mobile and Blended Learning, 1(1), 13-35.

Pachler, N., Bachmair, B., & Cook, J. (2009). Mobile learning: structures, agency, practices. New York: Springer.

Seipold, J. (2008). Mobile phones in school: Selected m-learning projects from Great Britain and the German speaking countries. In T. Hug (Ed.), Media, Knowledge & Education. Exploring new Spaces, Relations and Dynamics in Digital Media Ecologies. Innsbruck: Innsbruck University Press – iup.

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