Mobiles Lernen in #'s

Mobiles Lernen – was ist das? Mobiles Lernen für kulturelle Bildungsangebote verstehen, planen und kritisieren. Und mehr.

5 Tage tAPP* in Berlin. 5 Tage intensive Praxis-, Konzeptions-, und Theoriearbeit. 5 Tage Gedanken zum Mobilen Lernen beim Musizieren mit Apps in der Kulturellen Bildungsarbeit.

* BMBF-gefördertes Weiterbildungsangebot “Zertifikatskurs tAPP – Musik mit Apps in der Kulturellen Bildung“. Entwickelt wurde die berufsbegleitende Weiterbildung für Musiker_innen von der Forschungsstelle App-Musik an der Universität der Künste Berlin in Kooperation mit der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel. tAPP-Website und tAPP-Blog.

Während der fünftägigen tAPP-Phase in Berlin Mitte November 2016 habe ich den Schwerpunkt „Mobiles Lernen“ betreut. Wir haben in vielen unterschiedlichen Formaten geplant, umgesetzt und reflektiert: Barcamp, Vortrag, selbstorganisierte Phasen, Unterrichtsvorbereitungen, Impulsvorträge, Diskussionsrunden, Reflexionsrunden, Sprechstunden und Konzertvorbereitungen waren die Formate, die tAPP 3.2 strukturiert haben und in denen die Kursteilnehmer*innen mit den Dozent*innen zusammen gearbeitet haben. Auch zum Mobilen Lernen.

Kontroverses zum Mobilen Lernen. Barcampeingaben.

Die zweite Phase des dritten tAPP-Durchgangs startete mit dem #tappbarcamp, einem Barcamp, das für die Teilnehmer*innen des Zertifikatskurses und für Externe offenen war.

Themen des #tappbarcamp November 2016 (Foto: Judith Seipold) Themen des #tappbarcamp November 2016 (Foto: Judith Seipold)

Im Vorfeld hatte ich drei Themen ausgesucht, anhand derer die Barcamper unterschiedliche Aspekte des Mobilen Lernens diskutieren konnten. Wenn sie wollten. Und das hatte ich mir dazu gedacht:

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Vortrag und Workshop auf dem DAAD Lektoren-Seminar

Vom 27.-31. Mai 2015 fand das jährliche Seminar der DAAD-Lektoren in Frankreich im schönen La Bégude-de-Mazenc nahe Montélimar statt. Eingeladen war ich, um einen der beiden Eröffnungsvorträge zu halten und einen Workshop zum Mobilen Lernen zu geben. Die Folien für Vortrag und Workshop finden sich auf Slideshare, eine Folie mit den Titeln der von den Teilnehmer_innen selbst geplanten Szenarien ist ebenfalls verfügbar.

 

* Foto aus dem Workshop der Kollegin Dr. Antje Dohrn

Eingeladen vom DAAD zur Lektor_innen-Fortbildung in Frankreich

Ende Mai werde ich auf Einladung des DAAD Paris in Montélimar, Südfrankreich für die in Frankreich tätigen DAAD-Lektorinnen und -Lektoren eine Keynote zur Theorie und Praxis des Mobilen Lernens halten und einen Workshop zum Mobilen Lernen anbieten. Details folgen.

Out now: MoLeaP – Die Mobile Learning Projektdatenbank. Eine OER zur Archivierung und Verbreitung von Mobile-Learning-Projekten und -Szenarien.

Gestern erschienen ist der Herausgeberband “Medien – Wissen – Bildung. Freie Bildungsmedien und Digitale Archive” als Tagungsband der gleichnamigen Veranstaltung, die als Herbsttagung der DGfE Sektion Medienpädagogik im Jahr 2013 an der Universität Innsbruck stattfand. In diesem Buch findet sich ein Beitrag von mir und Klaus Rummler zu MoLeaP – Die Mobile Learning Projektdatenbank. Buch und Text sind online kostenlos verfügbar.

Zusammenfassung:
Mitglieder der London Mobile Learning Group (LMLG; www.londonmobilelearning.net) hatten zum Ziel, Verteilungs- und Verbreitungsmechanismen zu etablieren, mithilfe derer über eine Website und eine angeschlossene Datenbank Ressourcen, Informationen und Leitfäden zu Projekten im Bereich des Mobilen Lernens zur Verfügung gestellt werden. “MoLeaP – Die Mobile Learning Projektdatenbank” (www.moleap.net) ist solch ein Mechanismus, der mit Struktur, Aufbau und Inhalten bestimmte Zielgruppen aus dem (Aus- und Weiter-)Bildungsbereich erreichen möchte. Als theoretischer und methodologischer Rahmen liegt MoLeaP die Soziokulturelle Ökologie Mobilen Lernens zugrunde, die von Mitgliedern der LMLG entwickelt wurde. In ihr werden Handlungskompetenzen, Strukturen und kulturelle Praktiken der LernerInnen berücksichtigt. Gleichzeitig bietet sie Kategorien für die formelle Beschreibung und die Analyse von Mobile Learning-Projekten.

Seipold, Judith; Rummler, Klaus (2014): MoLeaP – Die Mobile Learning Projektdatenbank. Eine OER zur Archivierung und Verbreitung von Mobile-Learning-Projekten und -Szenarien. In: Missomelius, Petra; Sützl, Wolfgang; Hug, Theo; Grell, Petra; Kammerl, Rudolf (Hrsg.): Medien – Wissen – Bildung. Freie Bildungsmedien und Digitale Archive. Innsbruck: innsbruck university press , S. 173-188.

Trau Dich! Lerne mobil!

Mobiles Lernen ist “noisy”, sagt John Traxler. Was soll man also Lehrer*innen mit auf den Weg geben, die erst am Anfang des Einsatzes von Mobiltechnologien im Unterricht stehen? Und wie kann man Neulingen im Bereich des Mobilen Lernens die Angst vor der Wucht von groß angelegten und erfolgreichen Vorzeigeprojekten nehmen? Ich habe beim mich Workshop “M-Learning von A-Z” bei der Education Group in Linz für Komplexitätsreduktion und in diesem Zuge für die folgenden Aspekte entschieden. Sie sind mit Blick auf das “geräuschvolle” Feld Mobile Learning defizitär, das bleibt nicht aus. Und sie sind stark durch meine alltagsnahe und kulturökologische Perspektive auf das Feld geprägt. Entsprechend fokussiere ich die Dimensionen Alltag und Schule, subjektives Handeln und objektive Anforderungen, räumliche Bewegung und zeitliche Nachhaltigkeit. Dabei distanziere ich mich von einer Technologiezentrierung – und in diesem Zusammenhang auch von einem Verständnis von Mobilem Lernen, das Mobiltechnologien im Unterricht verankert, allerdings jedweden Aspekt von Bewegung vermissen lässt.

Mobile Learning kurz und knapp (Seipold 2014) Mobile Learning kurz und knapp (Seipold 2014)

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We don’t have problems, we are challenged. Reflexion zu selbst erstellten M-Learning-Szenarien.

Am Ende des Workshops “M-Learning von A-Z” bei der Education Group in Linz haben die Teilnehmer von ihren Erfahrungen bei der Planung und Durchführung ihrer M-Learning-Szenarien berichtet. Die folgenden Stichpunkte habe ich aus der Diskussion gezogen:

Reflexion Umsetzung M-Learning-Szenarien (Seipold 2014) Reflexion Umsetzung M-Learning-Szenarien (Seipold 2014)

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Vorlage für die Planung von Mobile Learning-Szenarien

Auf dem Workshop “M-Learning von A-Z“, der unter meiner Leitung am 21. und 22. März 2014 bei der Education Group in Linz stattfand und an dem ca. 15 Lehrerinnen und Lehrer aus Österreich teilnahmen, haben wir einen Großteil der Zeit mit der Planung von Mobile Learning-Szenarien verbracht. Eine der zentralen Fragen der Teilnehmer*innen war natürlich, wie man Mobiles Lernen konzipiert und umsetzt. Die Teilnehmer*innen hatten teils profunde Vorkenntnisse, teils kamen sie als Neulinge zum Workshop.

Um nun mehrere Schularten, Schulstufen und Fächerausrichtungen zu bedienen, bedarf es einer Planungsvorlage, die allgemein gehalten ist und einfachen Zugang zu der Nutzung von Mobiltechnologien erlaubt. Sie kann also nicht auf die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmer dieser gemischten Gruppe zugeschnitten sein. Entsprechend habe ich das folgende Grundmuster als Anregung zur Planung von Szenarien zur Verfügung gestellt:

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Workshop “M-Learning von A-Z”

Workshop bei der Education Group Linz im Rahmen des EU-geförderten MEDEAnet-Projekts.

Workshop Judith Seipold
M-Learning von A-Z

Zeit: 21.-22. März 2014.
Ort: Education Group Linz

About:
Mobiltechnologien wurden ursprünglich für Aktivitäten entwickelt, die in Zusammenhang mit Freizeitaktivitäten stehen: Unterhaltung, Konsum, Kommunikation, Vernetzung. Von Lernen ist dabei zunächst nicht die Rede. Dennoch wird im Workshop den Alltag der Mediennutzer und die Mediennutzung im Alltag als Ausgangspunkt genommen, um mobiles Lernen in schulischen Kontexten zu verstehen und zu planen. Zu Beginn des Workshops werden Grundlagen des Mobilen Lernens sowie die Alltagsmediennutzung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen untersucht. Von dieser Basis ausgehend wird die Planung eines M-Learning-Projekts realisiert: Die Teilnehmer konzipieren in Gruppenarbeit Projekte mit Alltagsbezug, die im Unterricht Anwendung finden sollen. Um die Praxistauglichkeit der Konzepte zu überprüfen, werden einige Stunden in der Linzer Innenstadt verbracht und mit eigenen und zur Verfügung gestellten mobilen Endgeräten Aspekte wie z.B. Netzabdeckung, Handhabung von Mobiltechnologien “on-the-go” oder mobiles personalisiertes und kollaboratives Lernen im Feld beleuchtet und praktisch erprobt. Den Abschluss des Workshops bilden die gemeinsame Aufbereitung der Projektkonzepte in einem Weblog und die multimediale Präsentation durch die Arbeitsgruppen.

URL Programm: http://www.edugroup.at/bildung/news/detail/workshop-m-learning-von-a-z.html

Foliensatz “Input”
Foliensatz “Recherche”
Foliensatz “Planung”

Network for Mobile Learning Scenarios

Ende 2012 haben Norbert Pachler, Ben Bachmair und John Cook als Mitglieder der London Mobile Learning Group (LMLG; www.londonmobilelearning.net) zur Mitarbeit am neu gegründeten “Network for Mobile Learning Scenarios” aufgerufen. Ziel dieser Arbeitsgruppe innerhalb der LMLG ist es, kleinschrittig planbare Einheiten zum Mobilen Lernen zur Verfügung zu stellen. Diese Mobile Learning-Szenarios sind gedacht, um von Lehrerinnen und Lehrern aller Schularten und Schulstufen zur Planung und Umsetzung von alltagsnahem Mobilem Lernen genutzt zu werden. Die Szenarios sind als Lerneinheiten und Modulbausteine innerhalb umfassend angelegter M-Learning-Projekte zu verstehen und folgen einem Leitfaden. Durch die Vereinheitlichung, die durch die Arbeit mit dem Leitfaden entsteht, ist die Replizierbarkeit, Übertragbarkeit und Skalierbarkeit von M-Learning-Praxis adressiert, die oft auch Hinderungsgrund für die Adaption von (best) practice ist.

Nach nunmehr einem Jahr Arbeit des Netzwerks, das in “hubs” organisiert ist und Mitglieder in Großbritannien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien hat, zeichnen sich erste Ergebnisse ab. So stehen mittlerweile drei Vorlagen für die Planung und Analyse von Mobile Learning-Szenarien zur Verfügung, die gerade in der Testphase auf ihre Handhabbarkeit in der Praxis hin überprüft werden und entsprechend noch nicht öffentlich verfügbar sind.

Für einen ersten Überblick über Ziele, Arbeitsweise und Mitglieder des Networks dient das folgende – im Prozess der Bearbeitung begriffene – Grundlagenpapier. Es ist bislang lediglich an dieser Stelle veröffentlicht. Updates zu Arbeitsergebnissen und Grundlagenpapier werden, sobald verfügbar, hier gepostet.

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Mobiles Lernen – Systematik, Theorien und Praxis eines noch jungen Forschungsfeldes

Vor Kurzem erschienen ist der Sammelband “Mobile Learning. Potenziale, Einsatzszenarien und Perspektiven des Lernens mit mobilen Endgeräten”, herausgegeben von Claudia de Witt und Almut Sieber. Darin bin ich mit dem Beitrag “Mobiles Lernen – Systematik, Theorien und Praxis eines noch jungen Forschungsfeldes” vertreten. Das Buch wird geführt unter ISBN: 978-3-531-19483-7 (Print) und 978-3-531-19484-4 (Online) und ist online verfügbar unter http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-531-19484-4.

Hier das Abstract meines Artikels:
“Als noch junges Forschungsfeld – Mobiles Lernen liegt erst seit etwas mehr als zehn Jahren im Fokus der medienpädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Forschung – gewinnt das Mobile Lernen erst allmählich an Kontur. Eine Analyse des bisherigen vornehmlich britischen Wissenschaftsprozesses des Mobilen Lernens eröffnet den Blick auf die Systematik der medienpädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Mobile Learning-Diskussion, ihre Kontexte, Bezugspunkte, Perspektiven und konzeptionellen Schwerpunkte, aber auch auf Erfolge und Problembereiche in der praktischen Umsetzung des Lernens mit Mobiltechnologien in formalisierten Lernkontexten wie dem des Schulunterrichts.”

Seipold, Judith (2013): Mobiles Lernen – Systematik, Theorien und Praxis eines noch jungen Forschungsfeldes. In: de Witt, Claudia; Sieber, Almut (Hrsg.): Mobile Learning – Potenziale, Einsatzszenarien und Perspktiven des Lernens mit mobilen Endgeräten. Springer VS, Wiesbaden, S. 27-54.

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